Samstag, 14. April 2012

Meine Küche

Natürlich habe auch ich die eine oder andere eurer Küchen dank der "Tag der offenen Küche" Aktion bei Kleiner Kuriositätenladen ausspioniert.

Mir fremde Küchen ansehen, das find ich ja recht interessant.

Erst habe ich jedoch nicht mal im Traum daran gedacht, meine ebenfalls zu fotografieren,
viel zu aufwändig....ächz .... und überhaupt...



Ich bekam dann aber doch ein schlechtes Gewissen, wenn man bei andern seine Nase rein steckt, dann sollte man ja wohl selber auch...

zudem, meine Mädels und Jungs von Dolce Vita, die interessiert sowas ja mit Sicherheit ebenfalls, so kann ich für einmal einen Post für beide Blogs schreiben so wird es heute halt mal ein bisschen küchentechnisch und dekorativ. Da müsst ihr jetzt durch...
(Für die Dolce Vita Leser: HIER geht's zu Pepe Nero.) 


Das ist sie also, unsere Küche.
Sie ist jetzt noch nicht ganz 2 Jahre alt, also noch recht jung. Von der Idee eine neue Küche ein zu bauen bis zur Fertigstellung hat es 3 Jahre gedauert. Also eine eher schwierige Geburt... Wobei die Notwendigkeit dies zu tun schon gross war, nur das Wie und die Grössenordnung gaben Anlass zu längeren Diskussionen...

In meiner Vorstellung vom Wie mussten halt auch noch 2 Wände ihr Leben lassen (und Eisenträger zur Sicherstellung der Deckenstabilität eingebaut werden), ein Fenster verkleinert und eine Wasserleitung versetzt und mittels einer Kernbohrung in den Keller umgeleitet werden...

...an guten Ideen hat es mir noch nie gemangelt...

...und eine der 2 Wände steht ja schlussendlich auch immer noch.


Wir haben uns auf eine Küche mit lackierten Hochglanzfronten in beige geeinigt. Das hat sich als sehr pflegeleicht erwiesen. (Jedenfalls in dieser Farbe.)
Auch kann bei lackierten Fronten nichts mehr abblättern, oder sich ablösen, selbst neben dem Backofen oder vom Geschirrspülerdampf nicht.

Klar sieht man da die Fingerabdrücke, (in erster Linie an den grifflosen Türchen auf dem Bild oben) jedoch nur wenn die Sonne genau im falschen Winkel darauf scheint, was zum Glück nicht sehr lange anhält, sonst sieht das immer tip top aus.


Auch dass wir uns zum grössten Teil für Schubladen und nicht für herkömmliche Schränke entschieden haben, hat sich als gute Wahl heraus gestellt. Man muss nie mehr etwas zur Seite oder ausräumen um an die Dinge ganz hinten im Schrank zu kommen. Man hat sogleich die volle Uebersicht und gewichtsmässig halten die ganz schön was aus.


Dass die Küchenabdeckung aus nichts anderem als aus Granit bestehen soll, da waren wir uns immerhin von Anfang an einig. Das die gesamte abzudeckende Fläche schlussendlich auf 5.5 qm kam, das war dann eher Schicksal.... 


Die Dunsthaube ist eine mit Randabzug. Ebenfalls ein Volltreffer!

Und wie ihr seht gibt es in dieser Küche keine Oberschränke. Dies hat verschiedene Gründe. Zum einen war es nicht so ideal zwischen den zwei Fenstern noch Oberschränke hinein zu würgen, zum anderen sieht eine Leiter in der Küche einfach auch nicht so toll aus und ist immer irgendwie im Weg. Die bräuchte ich jedoch, um an mehr, als nur das unterste Regal zu kommen... (dafür stosse ich mir niemals den Kopf an der Abzugshaube...).

Ein weiter Grund, war das Licht.
Für mich ein ganz wichtiger Punkt in der neuen Küche.
Ich wollte keine dunklen Ecken mehr haben, oder dass ich mir beim Arbeiten selbst Schatten mache. Die gesamte Arbeitsfläche sollte optimal ausgeleuchtet sein. Auch da sind Oberschränke einfach eher ein Störfaktor.


Damit es mit der Beleuchtung klappt, musste die Decke etwas runter genommen werden, um alle ca. 50 cm dimmbare Halogenspots einbauen zu können. Herr Pepe Neros absoluter Traum die Wände mittels farbiger LED-Lichter zu beleuchten, konnte so ebenfalls gleich mit realisiert werden. So kann man die Küche nun (wenn man will) in die unterschiedlichsten Farbtöne tauchen ohne jemals den Malerpinsel schwingen zu müssen.

Auf dem Bild unten seht ihr auch gleich den Backofen, darüber schön versteckt hinter einem nach oben aufklappbaren Türchen ist die Mikrowelle untergebracht. Dann noch der Kühlschrank, der vielleicht doch etwas grösser hätte sein können.
Nur war die Frage, wie lange man einen XXL-Kühlschrank wohl noch brauchen wird, da die Kinder ja wahrscheinlich nicht mehr ewig hier wohnen werden... so wurde es ein mittelgrosser.


In dieser Küche gibt es auch eine Hunde-Leckerli-Schublade! (Die Dolce Vita Leser kennen diese Schublade natürlich bereits...) Easy, unsere Hündin, hat sehr viel Ausdauer, um zu warten, bis einer vorbei kommt, den man mit einem unwiederstehlichen Augenaufschlag bezirzen und Hypnotisieren kann, um schlussendlich zu einem Hunde-Würstchen aus eben dieser Schublade zu kommen. HIER könnt ihr euch ansehen, wie sie das macht.



Links von der Küche befindet sich das Wohn- rechts das Esszimmer. Wobei das Schlussendlich ein einziger Raum ist.

Der Tisch ist mit seinen 1,80 m leider sehr oft viel zu klein. Platzmässig ist jedoch nichts massiv viel grösseres möglich, (weil da so eine Wand in der Landschaft steht...).

So kommen hier des Oefteren noch ein grosser Gartentisch und zusätzliche Stühle zum Einsatz um für alle Gäste Platz zu schaffen. Insgesamt bringe ich es auf 25 Sitzplätze, was bei Familientreffen problemlos erreicht wird. Das sieht dann allerdings etwa so, wie in der berühmten Sardinenbüchse aus...


Super praktisch ist auch das grosse Spülbecken! Wenn es der Platz erlaubt, kann ich euch dies nur wärmstens empfehlen. Es ist Gold wert!


Auch die Herdplatte ist grösser, als die herkömmlichen. Da passen jetzt problemlos gleichzeitig 2 grosse Bratpfannen, ein riesiger Pastatopf und eine normal grosse Pfanne drauf.

Die Schublade mit all dem "Werkzeug", das man so beim Kochen braucht befindet sich gleich unter dem Herd. Darunter sind  noch zwei grosse Schubladen in denen die ganzen Lebensmittel, die man vor und zu benötigt untergebracht sind.

Hinter dem Wasserhahn seht ihr vielleicht, dass da keine Fliesen sondern eine Glasplatte ist. Ich sage euch, das ist absolut perfekt.
Nie mehr Fliesenfugen schrubben!

 
Erwähnen möchte ich noch, dass die gesamten Umbauarbeiten, die hier statt fanden um diese Küche realisieren zu können, in erster Linie von Herrn Pepe Nero, einem meiner Söhne und auch mir in eigener Handarbeit erledigt wurden. Das betrifft alles, was man überhaupt irgendwie selber machen kann. 
Bei kniffligeren Arbeiten wie z.B. Wand raus brechen, Deckenkonstruktion oder was die Elektrik betrifft hatten wir die Hilfe von Verwandten und Bekannten (die sowas beruflich machen.)
 Nur so liessen sich die Kosten einigermassen in Grenzen halten.

Das Ganze hat allerdings über 2 Monate gedauert, in denen wir bis auf ein frei stehendes Spülbecken und einen frei stehenden Herd und Kühlschrank, die jeweils inmitten der Baustelle standen so gut wie nichts hatten, das an eine Küche erinnert.
Geschweige denn ein gemütliches Esszimmer oder ein sauberes Sofa, hier war einfach Baustelle pur.
Zu der Zeit war dies hier ein 6 Personen Haushalt.
Es gibt wirklich angenehmeres! Doch gelohnt hat es sich!
 

Weil ich die Aussicht aus dem Küchenfenster bei einigen anderen Kücheneinblicken gesehen habe und eine sehr gute Idee fand, gibt es das natürlich auch von mir.


Oben habe ich euch mittels Pfeilen angezeigt, wo sich mein Kräutergarten befindet. Leider ist in diesem kalten Winter alles restlos erfroren. Auch meine zwei 1 m hohen Rosmarinsträucher...

Nebst Kräutern gibt es da oben auch mehrere Weinstöcke und ein paar Blümchen. Auch die Pepe Nero'sche Wäsche wird da Solargetrocknet.

Auf der steilen Wiese oben grasen von Zeit zu Zeit Schafe. Brennesseln mögen sie jedoch leider auch nicht... dafür machen sie sich erbarmungslos an zu nah an den Zaun gepflanzte Sonnenblumen heran. Da wird schon mal geklettert um ab zu sahnen...

Auch hier draussen, ist alles selbst gemacht. Wen es interessiert und noch nicht gesehen hat, auch das Schlafzimmer ist Marke Eigenbau.  
(Jaaaa, die Baumärkte prügeln sich um uns... )


Und hier noch einen Blick auf die Aussenküche, die sich allerdings noch mehr oder weniger im Winterschlaf befindet. Doch der nächste Sommer kommt ja bestimmt.

Liebe Grüsse

Kommentare:

  1. Sehr, sehr schön bei euch! Da würde ich auch gerne kochen und leben!

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    1. Lieben Dank! Ich fühl mich auch wohl hier! Hat allerdings auch lange gedauert, bis so war, wie es jetzt ist...

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  2. Kühlschränke und Hundeleckerlischubladen können nie gross genug sein. Danke für die Einblicke in eure schöne Küche.

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    1. ...und Tische leider auch nicht... Danke, für den lieben Kommentar!

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  3. Wow, das ist ja eine tolle Küche. Ganz schön!
    Auf der Rest ist ziemlich beeindruckend. Kein Wunder das hier solch wunderbare Gerichte entstehen - die haben ja auch allen Grund dazu "toll" zu werden.

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    1. Danke für Deine lieben Worte Alex! So ein schönes Kompliment! Da bin ich glatt sprachlos...

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  4. Sieht toll aus und schön ordentlich. Liebe Grüsse
    Nesrin

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    1. Ganz so ordentlich sieht das hier auch nicht immer aus... doch ich versuchs... der tägliche Kampf eben...

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